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Der Fußboden macht’s - alles rund ums Laminat

Laminat ist und bleibt der beliebteste Bodenbelag der Deutschen. Er ist klassisch, zeitlos und verleiht den Räumen eine gemütliche Wohnatmosphäre. Dadurch, dass er in vielen unterschiedlichen Qualitäts- und Materialklassen erhältlich ist, gibt es sowohl preisgünstige Varianten als auch sehr hochwertiges Laminat. Welche Kriterien beim Kauf beachtet werden müssen, welche Bodentrends sich für 2017 abzeichnen und für welche Wohnbereiche er sich besonders eignet, hat unsere Gastautorin Annika Verborg zusammengefasst:

Grundlagenwissen Laminat

Klassisch wird Laminat in Dielenform hergestellt und verlegt. Bis zum verkaufsfertigen Produkt sind einige Produktionsschritte notwendig, da der typische Aufbau von Laminat aus mehreren Schichten zusammengesetzt wird. Jedes sogenannte Paneel besteht in ihrem Kern aus einer Trägerplatte aus Holz. Die Dekorfolie entscheidet über die Optik des Bodens, der Gegenzug hingegen verhindert eine Verformung des Materials. Je nachdem, für welche Art von Laminat man sich entschieden hat, werden diese drei Hauptbestandteile durch weitere Schichten ergänzt, beispielsweise durch eine integrierte Trittschalldämmung. Laminat, das einer besonders hohen Beanspruchung ausgesetzt ist, erhält weitere kräftigende Beschichtungen. Insgesamt kann man durch die Bestandteile des Bodens die ersten Schlüsse hinsichtlich der Qualität ziehen. Doch der Aufbau ist nicht das einzige Kriterium, was beim Kauf in den Fokus rücken sollte. Denn auch die Größe und Dicke der einzelnen Paneele ist ein Qualitätsmerkmal.

Faktor Fußbodendicke

Besonders durch die Fußbodendicke ergeben sich Hinweise auf die Gesamtqualität des Bodens. Günstige Sorten zeichnen sich meistens durch einen sehr flachen Aufbau aus. Diese Qualität eignet sich jedoch nur dann, wenn der Wohnraum eine geringe Beanspruchung hat. Für höher frequentierte Wohnbereiche wird eine bessere Stärke benötigt, um auch einer starken Belastung täglich zu trotzen.

Faktor Länge und Breite

Standardmaß ist heutzutage eine Länge von 1.285 mm und eine Breite von etwa 192mm. Doch je nach Sorte sind auch alle anderen erdenklichen Größen möglich.Längere oder kürzere Laminatdielen haben ihre Vor- und Nachteile. So kommt eine lange Diele beispielsweise mit weniger Fugen aus, setzt dadurch aber auch ein professionelles Fachwissen beim Verlegen voraus. Die Entscheidung der Größe beeinflusst die Art und Weise des Verlegens unmittelbar. Soll der Boden geklebt werden, eignen sich insbesondere kürzere Paneele. Wird das Laminat hingegen schwimmend verlegt, eignet sich diese Methode besonders bei längeren Paneelen. Mit der Wahl der Größe wird auch die gesamte Optik entscheidend beeinflusst. Wünscht man sich ein ruhigeres Gesamtbild, sollte man eher auf längere Paneele zurückgreifen. Wünscht man sich eher die Optik von Parkett, eignen sich kürzere Paneele, um diesen Effekt zu erzielen.

Faktor Nutzklasse

Der wohl wichtigste Faktor beim Beurteilen der Qualität von Laminat ist seine Nutzungsklasse, die im direkten Zusammenhang mit der Stärke steht. Die unterschiedlichen Klassen ordnen sich von sehr geringer Beanspruchung bis hin zu höchsten Anforderungen an den Fußboden ein. Unterschieden wird dabei zunächst zwischen gewerblicher und privater Nutzung. Die Nutzungsklasse ist Bestandteil der Angaben auf jeder Verpackung von Laminat. Mithilfe dieser Orientierung steht der Wahl des richtigen Laminats nichts mehr im Weg. Im Gegensatz zu Parkett kann Laminat jedoch nicht abgeschliffen werden. Umso wichtiger ist es, von Anfang an auf eine geeignete Dicke der Nutzschicht zu achten.

Bodentrends 2017

Auch in Sachen Fußboden gibt es jedes Jahr neue Trends, die die Wahl des richtigen Bodens inspirieren können. Insgesamt geht der Trend zurück zur Natürlichkeit des Materials. Holz ist endlich wieder schick! Und besonders bei den Laminattrends tut sich dieses Jahr einiges:

Eichenholz – der perfekte Boden für den, der es gemütlich mag

Schon seit geraumer Zeit findet der klassische Landhausstil durch Möbel und andere Materialien wieder Einzug in unsere vier Wände. Baumwolle, Rattan, Leinen und Holz sind dabei wichtige Bestandteile, die in den meisten Fällen mit Pastellfarben kombiniert werden. Als im Hintergrund wirkende Komponente eignet Laminat mit Eichenholz, um die Gemütlichkeit und Idylle dieses Wohntrends besonders hervorzuheben. Als schlichte Diele ist Eichenholz schon lange Bestandteil skandinavischer Wohnkultur und findet nun auch Platz in vielen Rückzugsorten bei uns.

Die Renaissance des Fischgrätenparketts

Der anhaltende Retrotrend wirkt sich nicht nur auf die Modetrends aus, sondern ermöglicht auch dem Parkett im Fischgrätendesign ein Comeback der besonderen Art. Denn diese klassische Verlegweise von Stäbchenparkett sorgt nicht nur für ausdrucksstarke Muster auf dem Boden, sondern verleiht dem ganzen Raum einen nostalgischen Look. Besonders gut kommt dieser Trend zur Geltung, wenn man große, lichtdurchflutete Räume damit verlegt. Dort kann dieser Trend seine volle optische Wirkung entfalten.

Ein Erlebnis für alle Sinne: Laminat im Used-Look

Sowohl für Parkett als auch für Laminat gilt: Der Retro-/Vintagetrend hat die Branche voll im Griff! So werden aufwendige Oberflächenprägungen und unterschiedlichste Dekore immer mehr zum Bestandteil des gewöhnlichen Sortiments. Unregelmäßigkeiten in der Maserung, Astlöcher und Kratzer verleihen diesem Trend den typischen Used-Look, der zu einem authentischen Erlebnis wird. Sowohl haptisch, als auch optisch verleiht dieser Trend jedem Raum sofort mehr natürliche Wärme.

Hohe Widerstandsfähigkeit: wieso eigentlich Fliesen kaufen?

Unabhängig davon, welches Holzdesign es tatsächlich wird: Immer mehr Hersteller machen es durch eine hohe Widerstandsfähigkeit möglich, vom Holzdesign auch in Feuchträumen zu profitieren. Die Varianten, die in besonderer Weise wasserfest und kratzresistent sind, machen den Trend zur neuen Wohnlichkeit perfekt! Denn wer möchte schon Fliesen im Gäste-WC haben, wenn er dort stattdessen einen gemütlichen Laminatboden haben kann? Entscheidend für die Haltbarkeit ist auch hierbei die Dicke der Oberschicht, die durch einen Kunststoff oder durch Melaninharz speziell vor Kratzern und Feuchtigkeit geschützt wird. Um sich den Traum von einem Holzboden im Feuchtraum zu erfüllen, müssen sie auf spezielle Varianten zurückgreifen, die der zusätzlichen Belastung trotzen. Dann steht der gemütlichen Gestaltung des eigenen Badezimmers nichts mehr im Weg. Wem es hingegen nur auf die Optik von Holz ankommt, der kann auch auf eine Variante aus Vinyl Laminat oder PVC zurückgreifen. Beide Materialien sind extrem robust und trotzdem sehr wohnlich. Wer bei dieser Alternative auf die Suche nach Nachteilen geht, muss ganz genau hinschauen.

 

 

Weitere Informationen: http://www.boden-profis.de/laminat/vinyl-laminat

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