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Hilfreiche Tipps für die Grundrissplanung

Häufig haben künftige Eigenheimbesitzer bereits einige Vorstellungen vom Grundriss ihres Traumhauses. Und dennoch gibt es insbesondere bei der Grundrissgestaltung zahlreiche Faktoren, die es unbedingt zu bedenken gilt. Nicht nur der persönliche Geschmack, die individuellen Ansprüche und das aufzuwendende Budget sollten in die Grundrissplanung mit einfließen. Es gilt nämlich auch, die persönlichen Wünsche auf Alltagstauglichkeit sowie Komfort abzuwägen und zukunftsorientiert Prioritäten zu setzen.

Bei der Gestaltung des Grundrisses kann es helfen, eine „Rang- oder Prioritätenliste“ mit den wichtigsten Wohnwünschen zu erarbeiten. Nachdem diese Mindestanforderungen definiert sind, helfen nachfolgende Tipps bei der Grundrissplanung:

Lebensmittelpunkt geschickt platzieren

Schon im Grundriss wird geplant, in welchem Raum später der Großteil des Lebens und Wohnens stattfinden soll. Häufig wird dafür ein großzügig geschnittenes Wohnzimmer gewählt, das durch eine angeschlossene Terrasse mit idealer Ausrichtung für viele sonnige Stunden erweitert wird. Alternativ kann der Lebensmittelpunkt auch in eine Wohnküche verlegt werden, die neben der Küche selbst auch ausreichend Platz für einen großen Esstisch sowie Sitzmöglichkeiten bietet. Aber auch die in den letzten Jahren oft gewählte Variante des offenen Grundrisses, bei dem der Wohnbereich mit Küche und Esszimmer kombiniert wird, hat seinen ganz eigenen Reiz. Bei der Grundrissplanung müssen sich die künftigen Bewohner also festlegen, in welchem Raum sich das Leben abspielen soll.

Orte für Gemeinsamkeit sollten daher - ebenso wie Rückzugsorte für die einzelnen Familienmitglieder - eingeplant werden. Bei denn dort angrenzenden Zimmern ist zu bedenken, dass es rund um den Lebensmittelpunkt im Haus nicht selten laut zugeht. Fernsehen, Partys oder auch die Musikanlage könnten in einem unmittelbar angrenzenden Kinderzimmer als störend empfunden werden.

Alltagstauglichkeit und Gewohnheiten bei der Raumaufteilung beachten

Bei der Grundrissplanung sollte das Prinzip der kurzen Wege für den Wohnkomfort berücksichtigt werden. Wer beispielsweise seine Mahlzeiten im Sommer gern auf der Terrasse einnimmt, sollte die Laufstrecke zur Küche beachten. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Nähe eines Badezimmers zu den Schlafräumen. Vernünftig geschnittene Zimmer weisen mindestens drei Meter lange Wände auf, um ausreichend Stellmöglichkeiten für einen Kleiderschrank und andere Möbel zu bieten. Durchgangsräume oder Bäder ohne Fenster, wie sie eher für Altbauten typisch sind, sollten beim Neubau vermieden werden.

Grundriss für heute und morgen

Künftige Eigenheimbesitzer hegen den Wunsch, möglichst lange sowie unabhängig in ihrem Haus zu wohnen. Wer jetzt flexibel plant und vielleicht schon vor dem Hintergrund der Barrierefreiheit baut, der kann sein Wohnumfeld später seiner aktuellen Lebenssituation anpassen. Mit etwas eingeplantem Spielraum im Grundriss lassen sich beispielsweise irgendwann zwei kleinere Zimmer zu einem großen Raum zusammenfassen oder ein Schlafraum aus den oberen Geschossen in das Erdgeschoss verlegen.

Kinder werden älter und ziehen in der Regel irgendwann aus, sodass die Kinderzimmer anders genutzt werden können, während den älteren Bewohnern des Hauses vielleicht im Alter das Treppensteigen schwerfällt. Breite Türen, großzügige Treppen und geräumige Bäder tragen ebenfalls dazu bei, dass das Haus auch im fortgeschrittenen Alter noch ausreichend Wohnkomfort bietet. Rollstühle und Treppenlifte lassen sich so unkompliziert dann integrieren, wenn sich die gesundheitlichen Bedingungen der Bewohner ändern.

Praktisch ist günstig

Einfache und schlichte Grundrisse sind kostengünstiger als Häuser mit extravaganter Architektur. Was dem Bauherrn an Bautrends heute vielleicht noch zusagt, könnte ihm später schlicht auf die Nerven gehen. Grundrisse sollten daher immer auch praktisch geplant werden. So lassen sich beispielsweise quadratisch geschnittene Räume komfortabler möblieren als rechteckige Varianten.

Grundriss am Grundstück ausrichten

Das Baugrundstück sollte die Basis bei der Grundrissplanung bilden. Die örtlichen Gegebenheiten sind beispielsweise dann zu berücksichtigen, wenn die Hauseigentümer später die Nachmittagssonne auf der dem Westen zugerichteten Terrasse genießen möchten. Die Ausrichtung des Schlafzimmers nach Osten bewirkt hingegen, dass sich die Morgensonne in der Früh durch die Fenster bemerkbar macht. Generell gilt, dass Wohnräume in Richtung Süden und Eingänge, Bäder sowie Wirtschaftsräume nach Norden ausgerichtet werden sollten.

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