Beratung Hausbau

Informatives für Bauinteressenten, Bauherrn und Hausbesitzer.
Wir informieren regelmäßig über verschiedene Themen zu Haus, Garten, Bauen, Wohnen sowie Hausbau und Finanzierung.

Heutige Bauweisen der Fertighäuser und ein Blick in die Zukunft

Fertighäuser sind dafür bekannt, dass sie schnell und unkompliziert vom Planen bis zum Stehen kommen. So kann innerhalb weniger Tage ein witterungsunabhängig gebautes Haus zum Grundstück gebracht und aufgestellt werden. Das Material, welches am häufigsten genutzt wird, ist das Holz, jedoch gibt es auch hier unterschiedliche Möglichkeiten, wie ein Fertighaus entstehen kann.

 

Die Grundlage des Fertighauses

Um das Fertighaus ausreichend zu dämmen, wird in den meisten Fällen Holz verwendet. Jedoch ist hierfür auch Beton oder Leichtbeton perfekt geeignet. Die gesamten Dämmschichten werden beim Bau in die Wände und Decken eingebracht und so sind die Fertighäuser ebenfalls sehr energiesparend. Es gibt für das Fertighaus auch die Möglichkeit, eine Massivbauweise anzuwenden, jedoch werden häufiger die Beton- oder Holzplatten gefertigt und vor Ort zusammengesetzt. Grundsätzlich besteht das Fertighaus aus industriell angefertigten Wand- und Deckenelementen und wird auf der Bodenplatte oder auch der Kellerdecke erbaut.

 

Der Holztafelbau und die Rahmenbauweise

Es gibt bei Fertighäusern aus Holz unterschiedliche Bauweisen. Die bekannteste davon ist der Holztafelbau und die Rahmenbauweise. Grundlage hierfür ist ein Holrahmen, der mit Holztafeln bestückt wird. Türen, Fenster und Elektroleitungen werden in den meisten Fällen bereits dort eingearbeitet sowie Versorgungsleitungen und benötigte Dämmungen. Beim Bau eines Einfamilienhauses ist dies in der USA die meistgenutzte Bauvariante.

 

Der Holzständerbau und die Skelettbauweise

Die altbewährte Methode des Fertighausbaus ist der Holzständerbau. In tragenden Wänden reichen hier Querstreben von der Schwelle bis zum Dach, weshalb das Haus stabil und robust ist. Früher wurden sie mit Stein und Lehm gefüllt, jedoch ist es heute eher gegeben, sie mit Glas zu füllen, damit das Haus offen und voller Licht ist.

 

Die Blockbauweise

Bei der Blockbauweise werden entweder ganze Baumstämme oder Kanthölzer fest aufeinandergestapelt und miteinander verbunden. Durch die Massivität der Stämme besteht hier bereits eine gute Dämmung, dennoch erhalten die Wände innen noch eine Verkleidung. Dies dient auch zum Verstecken von Kabeln und Leitungen und trotz eines rustikalen Äußeren kann das Haus innen modern gestaltet werden.

 

Das Fertighaus mit Variablen eines Massivhauses

Fertighäuser können auch aus Stein- und Betonfertigteilen bestehen, was die Möglichkeit der persönlichen Gestaltung verbessert. Dies ist vor allem im gewerblichen Bereich sehr stark vertreten. In diesem Fall werden die Wände aus Stein und Zement vorgefertigt und können trotzdem schnell zusammengesetzt werden. Betonhallen sind eine favorisierte Anwendung dieser Bauweise. Im gewerblichen Bereich ebenfalls vertreten sind im übrigen Stahlhallen, die ähnlich dem Holzständerbau oder der Skelettbauweise gefertigt werden. Die eigentlichen Wände können dann entweder Stahl- oder auch Betonpaneele sein. Alternativ stehen auch Tore, Türen, Fenster und viele weitere fertige Elemente zur Auswahl.

 

Normen für die Maßtoleranzen beim Bau eines Fertighauses

Zwar stammt ein Fertighaus vonseiten des Kunden her in der Regel von einem Anbieter, doch der greift mitunter auf verschiedene Lieferanten zurück. Spätestens hier ist es wichtig, für die Einhaltung gewisser Maßtoleranzen zu sorgen, damit die Teile später auf der Baustelle zusammenpassen. Je nach Selbstbauanteil ist dies auch für die eigentlichen Bauherren interessant, z. B. wenn das Fundament, das Dach oder ein anderes Bauteil mit direkter Schnittstelle zu den Fertighausteilen selbst oder von einem anderen Anbieter fertiggestellt werden. Für Maßtoleranzen gibt es Industrienormen, die auch die Ausführung von Bauteilen für Fertighäuser regeln.

 

  • DIN 18202
    Hier sind Maßtoleranzen für die Ausführung von Bauwerken festgelegt, ohne dass diese vom Baustoff selbst abhängig sind. Ein Beispiel ist die Ebenheit eines Bodens.
    Darüber hinaus beschreibt sie Begrifflichkeiten und Anwendungen – z. B. auch, wie ein Bau vom Ablauf aufzuteilen ist oder welche Art von Maßen und Toleranzen es gibt

  • DIN 18203
    Diese Norm regelt die Maßtoleranzen für Bauteile aus bestimmten Materialien, z. B. für Betonbauteile, Holz- oder Stahlbauteile. Das betrifft beispielsweise die Toleranz für geometrische Eigenschaften eines Holzbalkens (Länge, Breite, Höhe, Biegung, uvm.).
    Bei der Verwendung von Bauteilen, die dieser Norm entsprechen, kann durch adäquate Auslegung der Schnittstellen auf Basis der zulässigen Toleranzen das Risiko minimiert werden, dass ein Teil nicht zum anderen passt. Das ist vor allem aus finanziellen Gründen wichtig, denn ein (spontaner) Baustopp kostet in der Regel sehr viel Geld. Eine Investition in genormte Bauteile ist daher sehr gut angelegt.

 

Häuser aus dem 3D-Drucker – sind das Fertighäuser?

Während der 3D-Druck in der Industrie schon seit Jahrzehnten vertreten ist und aktuell in immer mehr Wohnzimmer Einzug hält, lässt der Durchbruch in der Baubranche noch auf sich warten. Das hängt nicht mehr wirklich von technischen, sondern vielmehr von regulatorischen Hürden ab. Es ist jedoch zu erwarten, dass in den nächsten Jahrzehnten 3D-gedruckte Bauwerke immer alltäglicher werden. Ein echtes Fertighaus ist ein 3D-Druck-Haus aber längst noch nicht, denn die meisten Bauteile und Systeme können sind nicht einfach so druckbar. Dazu zählen z. B. Fenster, Elektro- und Wasserinstallationen und vieles mehr.
Allerdings wird diese Technologie in Zukunft eine echte Alternative zur herkömmlichen Konstruktion eines Fertighauses aus Holz- oder Betonteilen werden. So wäre denkbar, dass das Grundgerüst vor Ort gedruckt wird, worauf hin die Fertigstellung mit noch benötigten Fertigbauteilen durchgeführt wird. In diesem Sinne führt der 3D-Druck die aktuelle Entwicklung im Fertigbau weiter, der einst damit begann, die Fertigung eines Hauses von der Baustelle in industrielle Betriebe zu verlagern. Nur erfolgt es nun in der Weise, dass die Produktion auf dem Grundstück des Bauherrn vonstattengeht.

 

Fazit
Ein Fertighaus glänzt nicht nur durch die Schnelligkeit des Bauens, sondern ebenfalls durch seine Energieeffizienz und die vielen Möglichkeiten der Bauweise. Der Stil eines Fertighauses kann angepasst werden und trotzdem dem Energiestandard gerecht werden. Der Hausbau kann hier sehr gut geplant und organisiert werden. Durch das vorherige Fertigen der Bauteile dauert es im Normalfall nur wenige Tage, bis das Fertighaus steht. Die Energieeffizienz beim Bauen eines Hauses ist durch das Gebäudeenergiegesetzes für alle Wohnhäuser vorgeschrieben, was die Fertighäuser ebenfalls sehr interessant macht, die in dieser Kategorie auch noch Marktführer sind.

 

Worauf Sie achten sollten, bevor Sie ein Grundstüc...

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.hausbau-beratung.com/

Please publish modules in offcanvas position.